Steuerberatungsgesellschaften: Anerkennung und Widerruf

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass zum 1. August 2022 das Gesetz zur „Neuregelung des Berufsrechts der anwaltlichen und steuerberatenden Berufsausübungsgesellschaften sowie zur Änderung weiterer Vorschriften im Bereich der rechtsberatenden Berufe“ in Kraft treten wird. Die Regelungen zur gemeinschaftlichen Berufsausübung  werden hierdurch umfassend reformiert, insbesondere wird zentrale Organisationsform beruflichen Handelns künftig die Berufsausübungsgesellschaft sein. Weitere Informationen und Formulare zum bzw. Musterverträge nach dem neuen Berufsrecht finden Sie hier.

Die Steuerberaterkammer ist für die Anerkennung von Steuerberatungsgesellschaften zuständig. Sie prüft in diesem Zusammenhang, ob die Anerkennungsvoraussetzungen der §§ 49 ff. StBerG erfüllt sind. Erforderlich ist insbesondere, dass Steuerberatungsgesellschaften verantwortlich von Steuerberatern geführt werden und dass die vertretungsberechtigten Personen und Gesellschafter dem gesetzlich zulässigen Personenkreis angehören. So dürfen neben Steuerberatern u.a. Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Steuerbevollmächtigte Geschäftsführer (bzw. Partner, Vorstände oder persönlich haftende Gesellschafter) und Gesellschafter von Steuerberatungsgesellschaften sein. Steuerberatungsgesellschaften können in Rechtsform der GmbH, AG, KG aA, KG, OHG und PartGG gegründet werden. Sie müssen in ihrer Firma die Bezeichnung „Steuerberatungsgesellschaft“ führen.

Liegen die Anerkennungsvoraussetzungen nicht mehr vor oder unterhält die Steuerberatungsgesellschaft keine Berufshaftpflichtversicherung, hat die Steuerberaterkammer die Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft zu widerrufen.

Sollten Sie die Gründung einer Steuerberatungsgesellschaft planen, finden Sie Einzelheiten zum Anerkennungsverfahren sowie Musterverträge für Steuerberatungsgesellschaften im Bereich Rechtlicher Service unter dem Stichpunkt Berufsausübung.

Rechtlicher Service/Steuerberatungsgesellschaft