Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen

Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen 2021

In der Finanzverwaltung wurde auf Bundesebene der Beschluss gefasst, dass auch für das Jahr 2021 die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung bei anhaltender Pandemiebelastung per Antrag auf Null herabgesetzt werden kann. 

Die Entscheidung über den Herabsetzungsantrag obliegt dem zuständigen Finanzamt. Für die Beurteilung, ob ein Unternehmer „krisenbetroffen“ ist, sind die gleichen Maßstäbe wie zur Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2020 anzulegen. Demnach gelten grundsätzlich alle Unternehmen (einschließlich Selbständige und Landwirte) in der derzeitigen Situation als von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich Betroffene, es sei denn, es liegen konkrete gegenteilige Anhaltspunkte (z. B. bei Unternehmensgegenstand "Apotheke", "Lebensmittelgeschäft" etc.) vor. Im letztgenannten Fall können die Antragsteller ihre Betroffenheit schlüssig darlegen. 

Der Antrag ist an keine besondere Form gebunden. Zur Verfahrensvereinfachung ist es möglich, dass der Unternehmer mit dem Vordruckmuster zur Beantragung der Dauerfristverlängerung 2021 USt 1 H bzw. der entsprechenden ELSTER-Eingabeoberfläche eine geringere Sondervorauszahlung für das Jahr 2021 in der Kz. 38 anmeldet und gleichzeitig zur Kz. 23 als "Ergänzende Angaben zur Steueranmeldung" den Grund für die geringere Sondervorauszahlung erklärt (unmittelbar und nicht unerheblich wirtschaftlich negativ von der aktuellen Corona-Krise betroffen). Sofern die Dauerfristverlängerung 2021 bereits beantragt und die entsprechende Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung entrichtet worden ist, können bis zum 31. März 2021 berichtigte und entsprechend begründete Anmeldungen der Sondervorauszahlung für das Jahr 2021 übermittelt und bereits gezahlte Beträge erstattet werden. Die Dauerfristverlängerung bleibt in allen Fällen bestehen.