Vergütungsrecht

Seit dem 20. Dezember 2012 ist die neue Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) in Kraft. Das Datum des Inkrafttretens, der 20. Dezember 2012, ist für die Anwendung des neuen Steuerberatervergütungsrechts zwar sehr bedeutsam, aber es ist nicht so, dass jedes Tätigwerden des Steuerberaters nach diesem Datum zur Anwendung der neuen Steuerberatervergütungsverordnung führt.

Entscheidend für die Anwendung der alten Steuerberatergebührenverordnung bzw. der neuen Steuerberatervergütungsverordnung ist nicht das Tätigkeitsdatum des Steuerberaters, sondern das Datum der Auftragserteilung durch den Mandanten.

Hierbei ist weiter zu unterscheiden, ob dem Steuerberater der Auftrag mündlich erteilt wurde oder ob dem Tätigwerden ein schriftlicher Vertrag mit der Laufzeit von mehr als einem Jahr zugrunde liegt.

Ist zwischen dem Steuerberater und dem Mandanten ein schriftlicher Vertrag mit der Laufzeit von mehr als einem Jahr abgeschlossen worden, so ergibt sich nach § 47 a StBGebV/StBVV eine ganz einfache Lösung. In einem solchen Falle gilt ab 01.01.2013 das neue Vergütungsrecht.

Liegt kein schriftlicher Steuerberatungsvertrag oder ein schriftlicher Auftrag vor, dann entscheidet sich die Anwendung des neuen oder alten Vergütungsrechts danach, ob die mündliche Beauftragung vor dem 20. Dezember 2012 oder ab dem 20. Dezember 2012 erfolgte. Wurde der Auftrag vorher erteilt, dann ist die alte StBGebV anzuwenden, bis der Auftrag erfüllt ist. Dies kann in manchen Fällen auch Jahre in Anspruch nehmen, so zum Beispiel bezüglich der Abrechnung einer Klage beim Finanzgericht.

Was ein alter bzw. ein neuer Auftrag ist, ist bei Einzelbeauftragung in aller Regel sehr einfach festzustellen.

Wird die Erstellung einer Erbschaftsteuererklärung vor dem 20. Dezember 2012 beauftragt, dann gilt das alte Gebührenrecht, also z.B. auch die Grundbesitzbewertung mit der Zeitgebühr. Erfolgt die Beauftragung jedoch ab dem 20. Dezember 2012 dann gilt die neue Vergütungsverordnung mit der Grundbesitzbewertung nach Wertgebühr, gleichgültig zu welchem Zeitpunkt der Steuerberater die Arbeit durchführt.

Bei der sogenannten Dauerbeauftragung kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn man keinen schriftlichen Auftrag hat. Hat man einen schriftlichen Auftrag, dann gilt wie oben einleitend erwähnt gem. § 47 a StBGebV/StBVV, dass das neue Vergütungsrecht ab 01. Januar 2013 anwendbar ist. In allen Fällen der mündlichen Beauftragung sollte sich der Steuerberater versichern, dass der Mandant ihm einen erneuten Auftrag zur Fertigung der Buchführung, der Steuererklärung etc. erteilt, was ja vor allem für den Mandanten wegen der Erhöhung der Tabellenwerte von finanzieller Wichtigkeit ist.

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